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Pentas - Sommerride (aus der Sicht des Road Captains)

Pentas - Sommerride 👉 Gruppenbild vor dem Rest. Bahnhof in Cham
Pentas - Sommerride 👉 Gruppenbild vor dem Rest. Bahnhof in Cham

Bericht: 

Wie in der Ausschreibung vermerkt, war der Start in Bern und das Ziel in Bolligen, mit kleinen Umwegen ca. 300 km lang. Weitere Details wurden den Teilnehmer nicht mitgeteilt.
So erhielt ich als Road Captain bereits im Vorfeld von den Teilnehmer mögliche Routen als Rate-Quiz Resultate zugestellt und konnte so auch feststellen, dass es für die Teilnehmer auch einmal spannend ist, dass sie das Programm nicht kannten. Ferner sind unter den Eingängen auch zahlreiche, brauchbare Routenvorschläge (vielleicht Wünsche?) für ein anderes Mal vorhanden.

Bei stockdickem Nebel starteten wir in Bern um 0740. Die Fahrt führte uns in einer ersten Etappe über Stettlen > Worb > Trimstein (ab hier lichtete sich der Nebel mit hoher Geschwindigkeit und die Sonne schien bereits und liess uns das Panorama der Berner Alpen in voller Würde bestaunen) > Münsingen und die klassische Route über Thun > Merligen > Interlaken (Restaurant des Alpes).
Hier stiess Markus (aus Hondrich kommend und wie mit ihm abgemacht pünktlich) zu unserem Znüni-Halt. Auch er kannte nur dieses Etappenziel. 

Nach der Stärkung machten wir uns auf, den Brünig zu erobern und mit einer Volte rechts beginnend, konnten wir den nächsten Rider (Solist Ueli) in unseren Verband integrieren. So fuhren wir (18 Motorräder und 4 Sozia, gleich neuer Rekord!) über Giswil > Flüeli-Ranft > Stans dem nächsten Etappenziel „Fähre Beckenried“ entgegen.
Mit zeitlichem Vorsprung erreichten wir Beckenried und konnten auf die Fähre wartend die Beine vertreten (nicht alle hatten es gleich nötig).
Auf der Ueberfahrt nach Gersau kamen Geschichten wie: „weisch no ….“ und „Gelände-Orientierung“ neben den üblichen Biker-Gesprächen hinzu. Es war gut, dass die Überfahrt nur etwa 20 Minuten dauerte – erste Seekrankheiten nahmen zu „gäu Monique und Gertrud“ – und wieder festen Boden unter den Räder war.
In Gersau angekommen gab es ein „Achtung links schwenken“ und weiter fuhren wir über Vitznau > Weggis > Küssnacht > Risch > nach Cham.

Im Hotel Bahnhof in Cham (Mittagshalt) empfing uns Ingo mit seiner Crew. Die Menu-Karte wurde den Pentagon Riders angepasst. So gab es unter anderem eine „Bouillon Pentagon Riders“, „Kartoffelstock Delta Queen“ und vieles mehr. Wir genossen diesen Mittagshalt bei einem Wirt, wo wir als Biker herzlich willkommen waren – so herzlich, dass Ingo beschloss, uns am Nachmittag bis zum nächsten Halt, mit seiner Road-King zu eskortieren. Danke Ingo!

Die Fortsetzung führte uns um den Zugersee zurück nach Küssnacht.
Auf diesem Abschnitt hielt ich Ausschau nach einer Tankstelle wo das Anhalten mit 18 Maschinen möglich war. Leider gab es nur kleinere Tankstellen die nicht geeignet waren soviele Bikes auf einmal zu verkraften. So kam es, wie es kommen musste. Ca. 50 m vor „unserer“ Tankstelle musste Gertrud auf Reserve stellen und auch andere Maschinen waren knapp an „Most“.
Da eine BikerInn und ein Biker bis zur nächstenTankstelle fuhren, ohne dass der Road Captain dies wusste und er sie nur fortfahren sah (in der Absicht die Tankzeiten zu verkürzen, was oft üblich ist) und genau zwischen diesen Tankstellen die Abzweigung über Adligenswil war, musste ich die Route sofort umdisponieren, wollte man nicht Gefahr laufen zwei Biker zu verlieren. Auf alle Fälle konnten die beiden Biker bei unserer Durchfahrt auch wieder einfädeln und wir fuhren einfach eine andere Schlaufe durch Ebikon > Inwil > Eschenbach > Rain > Hildisrieden um zur Schlacht bei Sempach zu gelangen.

Im Restaurant „zur Schlacht“ gab es den Dessert-/Kaffehalt. Wir verabschiedeten uns von Ingo, Ueli, Sandro die sich teilweise direkt von hier oder unterwegs ausfädeln wollten.

Weiter führte uns der Weg um den Sempachersee > Nottwil > Sursee > Mauensee > Zell > Huttwil > Affoltern i.E. > Lueg > Heimiswil > Busswil (kleine Anforderung im Langsam-Fahrbereich um die Miststöcke herum) > Oberburg > Krauchtal.
In Krauchtal durfte ich die Verantwortung an José übergeben, welcher uns zu seiner Spaghetti-Factory in Bolligen führte.

Die diversen Spaghetti waren „Mega-Guet“ und ich vermute, es hätte uns unter anderen Umständen noch viel länger gefallen, wenn ja, … wenn die Müdigkeit nicht gekommen wäre.
So kam es bei José um die 2100 Uhr zum grossen individuellen Aufbruch.
Nochmals herzlichen Dank an Carmen, José und ihre Kinder für die Einladung der „Pentas“ in ihrem lauschigen Garten. Nachzuholen wäre auch, dass hier Gabi zu uns gestossen ist und anstelle des Ride Out die Mithilfe bei Carmen vorgezogen hat – danke Gabi.

Einen speziellen Dank gebührt unserem „Stoper“ Marc. Er hat die Aufgabe 100% gelöst und ich glaube zu wissen, dass alle froh waren, wenn sie gesichert über eine Kreuzung fuhren oder in einen Kreisel einbogen – oder?

Nicht zuletzt danke ich allen Riders für ihre Teilnahme und die Disziplin im Fahren. Es ist nicht immer leicht, die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten einzuhalten und sich im Verband mitzubewegen – ich weiss es zu schätzen. Die Zielsetzung lautet ja jeweilen für einen Road-Captain: keinen Unfall, keine Risiken, Plausch am Fahren und hin und wieder etwas Schönes zu sehen. Ich hoffe, auch diese Zielsetzung erfüllt zu haben.

Bis zum nächsten Ride
Solong and ride free
Euer Road Captain
Schämpu

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