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Ride 33 - Jakobsweg - Oberhofen (CH) > Belley (F)

Jakobsweg 2015, alte Klosterruine Rüeggisberg (CH)
Jakobsweg 2015, alte Klosterruine Rüeggisberg (CH)

Distanz: 274 km

Strecke:
Oberhofen > Thun > Ansoldingen > Riggisberg > Halsi (Kreuzung) > Rüeggisberg > Schwarzenburg > St. Antoni > Riedli > Tafers > Fribourg > Marly > L’Abbaye Hauterive > Posieux > Posat > Romont > Curtilles > Chalet-À-Gobet > Lausanne > Préverenges > Coppet > Genéve > Croix de Rozon > (F) > Le Châble > Vers > Mons > Seyssel > Serrières-En-Chautagne - Belley

Wetter:
Gemäss den Prognosen sollten wir heute in den Regenkleider fahren. Ein Regenband soll, von Westen her, die Schweiz überqueren.

Bericht:
Nach einem guten Frühstück, Abrechnung, Beladen der Bikes konnten wir uns auf den Weg machen. Mit Markus hatten wir ausgemacht, dass wir uns bei der Klosterruine Rüeggisberg treffen wollten, um von da an wieder gemeinsam unterwegs zu sein.
Beim Start war es schon bewölkt, wir haben uns jedoch die Regenkleider noch vorbehalten.
Pünktlich kamen wir in Rüeggisberg an und siehe da, auch Markus war schon vor Ort.
Nach einer kurzen Besichtigung machten wir uns sofort auf den weiteren Weg, da es galt, soweit wie möglich nach Westen zu fahren und dies nach Möglichkeit ohne Regen.

So erreichten wir das Kloster Hauterive. Entgegen meiner Vorstellung, dieses Kloster zu besuchen, fuhren wir direkt weiter nach Posieux (wo wir den Kaffeehalt vorgesehen hatten). Das Rest. hatte Betriebsferien und so blieb für uns nur noch die Weiterfahrt übrig. In Villaz-Saint-Pierre war es endlich soweit und wir fanden das passende Rest. “Guillaume Tell” für unseren Kaffeehalt. Inzwischen hatten wir schon 87 km ohne Regen hinter uns gelassen. Aber es war hier auch der Wendepunkt. Nach der Kaffeepause begann es zu tröpfeln und wir beschlossen, uns gleich wetterfest anzuziehen, was sich als richtigen Entscheid erwies. Das besagte Regenband hatte uns erreicht. Jetzt hiess es - hier müssen wir durch. Wir verzichteten in der Folge auf die Besichtigung des Schlosses Romont und fuhren direkt weiter über Siviriez > Moudon und folgten ab hier der N1 über Lausanne > Morges > Rolle (welches wir in einem Bogen, infolge eines Strassen-Radrennens, umfahren mussten) bis nach Nyon, wo uns der Hunger plagte.
Im Gärtchen des Rest. Sultan liessen wir uns indisch verwöhnen, als uns ein Bremsmanöver mit folgendem Sturz einer Motorradfahrerin aus dem “Geniessen” riss. 
Sofort waren Markus und ich zur Stelle und halfen der Fahrerin (die sich anscheinend nicht stark verletzt hatte auf die Beine und nahmen ihr das Motorrad von der Strasse auf die Seite, damit der Verkehr nicht mehr behindert war. Uns war klar, dass sie vor einer Ampel zu stark bremste und auf der nassen Fahrbahn ausrutschte.

Nach diesem Zwischenfall machten wir uns auf, Genf im Radar, welches uns mehr als gebührend beschäftigte. Irgend ein Unfall in der Innerstadt bewirkte eine Umleitung die nur mit Stop an Go bewältigt werden konnte. Stau ohne Ende. Umfahrungen praktisch nicht möglich. Einziger Lichtblick: es hörte auf zu regnen. Dafür kriegten wir jetzt Wärme ab und in den Regenkleider war dies auch nicht ein Hit. Markus benutzte den Stau um sich der Regenjacke zu entledigen - wir anderen öffneten was möglich war und litten etwas mit dieser aufkommenden Hitze unter den Regenkleider (was nichts reinlässt, lässt auch nichts raus!).
Jedenfalls waren wir froh, als Genf passiert war und wir nach der Grenze nach Frankreich sofort wieder etwas Fahrtwind aufnehmen konnten. Genf wir für Sabine und Christian immer in (negativer) Erinnerung bleiben. Klar hatten wir Rückstand auf die Zeittabelle.
Die restliche Strecke konnten wir dafür ohne Regen bewältigen.
Bei der AGIP Tankstelle in Seyssel hatten wir noch ein kleines Problem über die Qualität des Benzins und niemand wusste so recht über Eco-Benzin Bescheid. Gertrud hatte ca. 6 lt von diesem Gemisch im Tank. (Grundsätzlich hiess es: das Benzin ist mit Bioalkohol vermischt. Es soll daher Schadstoffärmer und ganz ohne technische Änderungen an Autos verwendbar sein - also auch für Motorräder). Trotzdem trauten wir der Sache nicht ganz und füllten den Rest mit dem, für uns “normalen” Benzin auf. Wir merkten keinen Unterschied und es war das Einzige und letzte mal, dass jemand von uns Eco-Benzin tankte.
Im Nu waren wir jetzt am Ziel in Belley angelangt und nachdem wir unsere Bikes im Hof parkieren konnten, folgte das Hotel-Check-In.
Nach der Dusche und dem Umziehen besichtigten wir den Ort Belley und bei der Pizzeria Lolorico konnten wir draussen das Abendessen einnehmen.
Es wurde allerdings nicht sehr spät, als wir unsere Unterkunft aufsuchten, um am nächsten Tag wieder fit zu sein.

Beilage:
2015-08-09 Jakobsweg, Oberhofen > Belley (CH-F), Rundbrief No 03

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