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Ride 35 - Jakobsweg - Aumont-Aubrac > Moissac (F)

Jakobsweg 2015, Tympanon des jüngsten Gerichts, Conques (F)
Jakobsweg 2015, Tympanon des jüngsten Gerichts, Conques (F)

Distanz: 299 km

Strecke:
Aumont-Aubrac > Nasbinals > Aubrac > Saint-Côme-D’olt > Espalion > Estaing > le Potèau (Kreuzung) > Espeyrac > Sénergues > Conques >

Variante Flusslauf (Lot)
Saint-Parthem > Decazeville > Bouillac >

Figeac > Gréalou > Cajarc > Gaillac > Limongne-En-Quercy > Varaire > Bach > Escamps > Flaujac-Poujols > Cahors > Montcuq > Lauzerte > Durfort-Lacapelette > Moissac

Wetter:
Wieder sehr schön und sehr heiss.

Bericht:
Nach einem ausgezeichneten Frühstück (in Frankreich ja nicht immer üblich) konnten wir uns bei schönstem Sommerwetter auf den Weg machen.
Tat das gut, schon sehr früh etwas abseits von grossen Hauptstrassen gut vorwärts zu kommen. In Espalion verloren wir nicht allzu viel Zeit und wie geplant fuhren wir bis Estaing durch. Hier war neben dem Kaffeehalt und auch ein Fotohalt vorgesehen. Es boten sich aber auch tolle Fotomotive an.
Wir folgten von hier dem Fluss Lot um bei der Abzweigung Richtung Golinhac den Flusslauf zu verlassen und mit der Bergstrasse sofort an Höhe zu gewinnen.
Kurz nach Golinhac gab es eine kleine Verzweigung bei Le Potèau und hier schaffte ich das Kunststück, die falsche Richtung zu nehmen. Klar zeigte mir das Navi sofort die nächste Strasse rechts weg an um wieder zurück zu kommen, jedoch wurde der Weg immer schmaler und es gab auch keine Wendemöglichkeit. So landeten wir wieder in Golinhac wo ich mich als Spiegelbild auf der Weide wieder sehen konnte. Der Esel stand noch genau so da wie vorher …😜

Zeitverlust ca. 0,5 Std. Somit zweiter Versuch und der gelang auf Anhieb - weil ich ja inzwischen die falsche Richtung kannte.
In Sénergues schauten wir, dass unsere Bikes wieder Benzin erhielten, da wir uns ja im Gebirge bewegten und man nie weiss, wo die nächste Möglichkeit zum tanken war.
Schon bald waren wir in Conques angekommen. Es war gut, dass wir mit den Bikes weit in den Ort hineinfahren konnten. Es ist schwierig, diesen mystischen Ort zu beschreiben, man muss es einfach gesehen und erlebt haben. Das Tympanon des jüngsten Gerichtes war besonders eindrücklich.
Wir schossen hier sehr viele Bilder. An diesem Ort erlaubten wir uns auch, die Bikes komplett unbeaufsichtigt zu lassen. Wir benutzten hier aber auch die Gelegenheit, den Pick-Nick Halt zu machen, an dem wir uns sehr erfreuen konnten, hatten wir doch zu diesem Zwecke einen genialen Platz vorgefunden - direkt bei den Bikes.
Von diesem Highlight fuhren wir an den nächsten Höhepunkt der heutigen Tour.
Der Ort hiess Cahors.
Die Kathedrale Saint-Étienne fand bei uns zwar keine Gnade und wurde nur kurz bei der Durchfahrt gesichtet. Die Hitze war zu gross und der Durst hatte jetzt eindeutig Vorrang. Also fuhren wir auf der Halbinsel gleich zum Hauptspot-Ort - der “Pont Valentré”. Bevor wir uns hier jetzt als Paparazzi betätigten, mussten wir im Gartenrestaurant ein Eis essen.
Diese Pont Valentré ist ein tolles, imposantes Bauwerk und es hat sich auf alle Fälle gelohnt, hier einen Fotohalt einzubauen. Auch hier verloren wir wieder etwas Zeit.

In Moissac (unserem Tagesziel) angekommen, stellten wir fest das die Zeit wirklich schon weit fortgeschritten war und wir hier eigentlich weitere drei Sehenswürdigkeiten zur Brust nehmen wollten.
Kloster, Canal latéral à la Garonne und Pont Napoléon. Wir beschlossen an der Tankstelle, dass wir den heutigen Tag beenden und am morgigen Tag die beiden letzt genannten Sehenswürdigkeiten als erstes nachholen würden.
So fuhren wir direkt zum Hotel in den Hof, verstauten unsere Sachen in den Zimmer und fanden uns zum Durst löschen im Gartenrestaurant. Wir reservierten das Nachtessen und nach dem Duschen (auch hier hätte es ein Schwimmbad gehabt) fanden wir uns alle wieder dort ein. Ein hervorragendes Abendessen erwartete uns.
Christian bekam immer mehr Ohrenschmerzen. Die liess mich innerlich etwas “bibern”, da ich nicht wusste, was daraus werden konnte.
Als uns Markus auch noch mitteilte, dass er möglicherweise hier ausfädeln müsste (private Probleme zuhause, die er lösen sollte) hat das bei uns allen schon etwas auf die Moral geschlagen.
Nach einem Schlummertrunk suchten wir alle unsere Betten auf und waren froh, etwas schlafen zu können - die Hitze des Tages hat doch schon etwas zugesetzt.

Beilage:
2015-08-11 Jakobsweg, Aumont-Aubrac > Moissac (F), Rundbrief No 05

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