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Ride 37 - Jakobsweg - Saint-Jean-le-Vieux (F) > Burgos (E)

Jakobsweg 2015, Eunate (E)
Jakobsweg 2015, Eunate (E)

Distanz: 293 km

Strecke:
Saint-Jean-le-Vieux > Saint-Jean-Pied-de-Port > Landesgrenze (F-E) > Roncesvalles > Espinal > Zelaia > Zubiri > Esteribar > Olliki > Escabarte > Pamplona > Eunates > Obanos > Puente la Reina > Cirauqui > Estella San Pedro de la Rúa > Monasterio de Irache > Villa de Los Arcos > Los Arcos > Torres Del Rio > Viana > Logroño > Santo Domingo de la Calzada > Castildelgado >Villamayor > Belorado > Tosantos > Villafranca Montes de Oca > Ibeas de Juarros > Burgos

Wetter:
sehr schön und sehr heiss bis Burgos, wo ein Gewitter aufzog und während unserem Nachtessen auch niederging. Glücklicherweise wurden wir verschont.

Bericht:
Nach dem Auschecken machten wir uns auf den Weg, nicht ohne vorher eine gute Nachricht mitbekommen zu haben - Markus hatte seine Brille in seinen Kleider wieder gefunden!
Über die Grenze im Gebirge war es zwar noch recht kühl, aber es war trotzdem angenehm so zu fahren. Auch sahen wir hie und wieder einige Pilger die unterwegs waren.
In Pamplona angekommen, konnten wir direkt bei der Stierkampfarena parkieren und machten eine Mini-Städtetour zu Fuss um auch noch ein paar Fotos beim Monumento al encierro zu schiessen. Zurück bei den Bikes gab es im El Burladero auch noch gleich unsere Kaffeepause. Wir verzichteten auf weitere Besichtigung wie die Zitadelle, etc. und fuhren weiter um dafür die Kirche “Santa Maria de Eunate” zu besichtigen.
Allerdings konnte ich an diesem “Kraftort” nichts spezielles spühren oder empfinden ausser das die Kirche wirklich schön und sehenswert war. Weiter fuhren wir an diversen weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei um kurz vor Estella zu tanken.

Nächste Station war das Monasterio de Irache - ein wunderschönes Kloster. Etwas unterhalb des Klosters liegt die Bodegas Irache (Weinhaus) mit einem absoluten Marketing-Gag - Gratisausschank von Wein anstelle von Wasser für die Pilger (natürlich sahen wir auch die, auf die Zapfstelle gerichteten, Videoüberwachung). 
Das ganze konnte unter “lustig” subsumiert werden.

Schon bemerkten wir an unserem Verlangen, dass es es um die Mittagszeit sein musste, und wir freuten uns auf eine kleine Mahlzeit welche wir in Villa de Los Arcos einnahmen. Wir hatten dabei einen Schattenplatz, jedoch war es etwas windig.

Klar gab es jetzt auf der Fortsetzung des Weges noch viele Einzelobjekte die eine Besichtigung rechtfertigen würden. Wir legten uns auf einen weiteren Halt in Santo Domingo de la Calzada fest (nicht zuletzt wegen dem Hühnerwunder, siehe Beilagen). Ich löste Eintrittskarten für unsere Gruppe und wir wollten die Kathedrale besuchen. Erstaunt mussten wir feststellen, dass dort eine grössere Sicherheit herrschte als wir es uns vorstellen konnten. (Es durften keine Taschen, Säcke, Apparate, etc mitgenommen werden - sagen sie einem Biker der auch noch seinen Helm, oder der BikerIn die ihre Handtasche dabei haben, wie und wo sie das sicher hinterlegen könnten, wenn keine Schliessfächer oder dergleichen vorhanden sind). Wir retournierten unsere Eintritte und verzichteten auf eine Innenbesichtigung. So machten wir uns weiter auf den Weg vorbei in Tosantos mit der Felsenkirche bis nach Villafranca Montes de Oca wo wir eine kurze Kaffeepause einlegten. Inzwischen hatte auch die Bewölkung etwas zugenommen. 

Wir kamen zeitlich in dem von uns reservierten Hotel an und erlebten ein weiteres, aber diesmal “blaues Wunder”. Das Hotel wollte nichts von unserer Buchung wissen und hätte auch keinen Platz. Ich erklärte, dass ich Ihnen die Reservation beweisen könnte und holte aus meinem Gepäck den Laptop mit allen Unterlagen darin. Ich verlangte die Geschäftsführerin mit der ich den Mailverkehr abgewickelt hatte. Sie kam auch und bestätigte mir nun, dass dies ein Fehler ihrerseits sei. Glücklicherweise hatte noch niemand abgesattelt, weil ich dies in der Gruppe so angeordnet habe, bis ich jeweils von der Unterkunft grünes Licht bekam und die Buchung somit bestätigt war.
Die Geschäftsführerin organisierte jetzt selber rasch ein tolles Ersatzhotel (besser als ihr eigenes, zu den gleichen Konditionen, wie mit ihr abgemacht, und weiter eine Garage für unsere Bikes) und dies alles im Zentrum von Burgos.
Also erwies sich einmal unser Pech auch zugleich als Glück, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten waren jetzt zu Fuss zu bewerkstelligen und wir hatten ja noch eine Zeitreserve.
So fuhren wir hinein nach Burgos (nur das beschriebene Parkhaus, bzw. das Hotel wo wir unsere Eintrittspatches abholen konnten, liess sich dann doch nicht so leicht finden, da das Hotel in einer kleinen Eingangstür an der Frontseite eines schmalen Hauses eingelassen und somit etwas versteckt war.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen und die Bikes in der Garage verstaut hatten, machten wir uns in unserer Montur (Bikerkleider) auf, um ein kleines Sigtseeing vor dem Nachtessen in Burgos durchzuführen. Dabei haben uns vor allem das Bogentor Santa Maria und die dahinter liegende Kathedrale interessiert. Klar haben wir dies mit Fotos festgehalten. Das Kirchengeläute der Kathedrale gefiel uns überhaupt nicht, war das ganze doch asynchron und tönte für unsere Ohren artfremd. Mit dem Glockengeläute nahm auch dei Bewölkung in beängstigtem Masse zu und wir begaben uns durch die schönen Parkanlagen auf den Rückweg ins Hotel, wo uns ein feines Nachtessen erwartete.

Kaum im Hotel begann auch schon der Regen. Es störte uns allerdings erst nach dem Essen wieder, hatte doch plötzlich die Kanalisation des Hotels den Rückstau des Wassers nicht verkraftet und es stank plötzlich fürchterlich nach Kloake. Christian und ich kauften uns ein Bier an der Bar - getrunken wurde es vor unseren Zimmer, damit wir diesem Gestank nicht weiter ausgesetzt waren. So beendeten wir auch diesen Tag zu unserer Zufriedenheit.

Beilagen:
2015-08-13 Jakobsweg, Saint-Jean-le-Vieux (F) > Burgos (E), Rundbrief No 07
2015-08-13 Jakobsweg, Hühnerwunder von Santo Domingo de la Calzada (E)

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