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Ride 36 - Jakobsweg - Moissac > Saint-Jean-le-Vieux (F)

Jakobsweg 2015 - Aramis, Athos, D'Artagnan, Porthos, (von links nach rechts), Condom (F) - "Un pour tous, tous pour un"
Jakobsweg 2015 - Aramis, Athos, D'Artagnan, Porthos, (von links nach rechts), Condom (F) - "Un pour tous, tous pour un"

Distanz: 293 km

Strecke:
Moissac > Valence > Saint-Antoine > Lectoure > Condom > Larressingle > Montréal > Eauze > Nogaro > Aire-Sur-l’Adour > Arzacq-Arraziguet > Arhez-de-Béarn > Maslacq > Navarrenx > Larceveau > Saint-Jean-le-Vieux

Wetter:
schön und warm, gegen Abend Bewölkungszunahme

Bericht:
Schon früh konnten wir das Frühstück einnehmen und machten uns sogleich auf den Weg, die beiden Sehenswürdigkeiten in Moissac anzuschauen. Da war erstens der impossante Canal Latéral À la Garonne der hier die Tarn überquert d.h. Ein Fluss (Wasserweg) führt über einen anderen Fluss (Wasserweg). Ist eine Rarität und man kann es fast nicht glauben, was da gabaut wurde. Nachdem wir unsere Fotos geschossen hatten, fuhren wir ein kurzes Stück westwärts und konnten auch noch gleich die “Pont Napoléon” im Bild festhalten und bestaunen. Das Glück war uns auch hier hold. Das Wasser lag still vor uns und die Spiegelung der Brücke war einmalig.
Sofort verliessen wir darauf Moissac und folgten dem Canal Latéral À la Garonne bis nach Malause, folgten ein kleines Stück dem Canal De Golfech um vor Valence in süd-westlicher Richtung Lectoure anzufahren. Nächster Halt war Condom.
Neben der Kathedrale, die wir uns anschauten, galt unser Interesse natürlich auch der Skulptur vor der Kathedrale - D’Artagnan und die drei Musketiere, Arthos, Porthos & Aramis “Un pour tous, tous pour un”. - 
Aus dieser Gegend stammt auch der berühmte Armagnac (siehe auch Beilage). Wir genossen diesen kleinen Spaziergang sehr.

Nicht weit von Condom besuchten wir ein Juwel von einem Ort - Larressingle.
Dies ist ein Ort, wo am Abend die Tore geschlossen werden können und dann, ja dann sind die Einwohner (ca. 220) wirklich unter sich. Das Federvieh kann sich in diesem Städtchen frei bewegen und scheint es zu geniessen.

Markus avisierte seine beiden Freunde (Walter & Wolfgang) dass wir uns wieder in Bewegung setzten um kurz darauf bei ihnen aufzukreuzen. Wir wurden von den Beiden herzlichst empfangen und sie haben uns hervorragend bewirtet und dies alles erst noch in unseren Sprachen. War super gewesen und wir danken den Beiden für den guten Moment den wir mit ihnen geniessen konnten. Leider blieb die Zeit nicht stehen und wir mussten weiter.

Die nächste Besichtigung war etwas ausserhalb von Arzacq-Arraziguet. Es war ein Lavoir (siehe auch Beilage) dass wohl noch in der Grundstrucktur vorhanden war, es fehlte eigentlich nur die Bedachung und natürlich die “Waschweiber”😜. Aber sehenswert war es allemal, zumal die dazugehörende, geschichtliche Entwicklung interessant ist.

Der nächste Besuch galt der Zitadelle Navarrenx in der wir auch einen Kaffeehalt eingeplant hatten. Dieser Kaffeehalt hatte es in sich. Markus begann seine Brille zu suchen. Er wusste, dass er sie beim Lavoir noch dabei hatte. Er hätte keine Ersatzbrille dabei und müsste sie unbedingt haben. Gertrud wollte von ihm wissen, ob er schon alle Taschen und Säcke erlesen hätte, was Markus bejahte. Also blieb nur eine Suchaktion beim Lavoir wo wir geparkt hatten - nur, dies lag 53,1 km zurück. 
Christian anerbot sich, ihn zurück zu begleiten und sie würden später direkt zum Hotel nachfahren.
So verabschiedeten sich dei zwei und machten sich auf die Suche der Brille.
Wir dagegen (2 LOH) und ich fuhren dem Tagesziel entgegen, welches sich in Saint-Jean-le-Vieux befand. Kurz vor unserer Tankstelle (es wären noch 3.1 km weit gewesen) kam unerwartet Sabine an mir vorbei und zeigte mir an, anzuhalten. Sie wolle nicht mehr weiter fahren. Sie sei schon längere Zeit auf der Reserve und die rote Lampe leuchte bzw. sie könne max. noch ca. 15 km fahren. Ich erklärte ihr, dass wir alle fast keinen Most mehr hätten und das es wirklich noch max 4 km bis zur Tankstelle sei. Dies würde auch ihr Bike mitmachen umso mehr, dass die Strecke noch abwärts führte. So fuhren wir zur Tankstelle und ich konnte ihr Aufatmen verstehen. Klar ist es einfacher früher zu tanken um keine Angst haben zu müssen - auf der anderen Seite sollte jeder einmal soweit fahren wie möglich (mit Reservebenzin dabei) um zu schauen, was es leiden mag.
Von der Tankstelle fuhren wir in unser Hotel zurück und erwarteten unsere Solisten, bevor wir miteinander das Nachtessen einnehmen konnten, welches wir mit dem Hotel
bereits arrangiert hatten. Und siehe da, etwa 2 Stunden später hatten wir unseren
“Laden” wieder komplett - leider zwar ohne Erfolg betr. der Brille aber glücklich das alles gut lief und nichts passiert war.

Beilage:
2015-08-12 Jakobsweg, Moissac > Saint-Jean-le-Vieux (F), Rundbrief No 06

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