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Ride 17 - Rheinbrohl > Petersberg > Remagen > Linz (D) 270 km

Orientierungstafel über den Beginn des Limes, bei Rheinbrohl
Orientierungstafel über den Beginn des Limes, bei Rheinbrohl

Distanz: 270 km

 

Wetter:  Bewölkt (drückend schwühl), aber kein Regen

 

Bericht:

Wir freuten uns, eine weitere Fahrt dem Rhein entlang machen zu dürfen.

Dabei stand heute klar die Geschichte und etwas Glaskunst im Mittelpunkt.
Siehe auch die Bilder hierzu unter Fotos - Sonder-Editionen - 2016.

 

Die Themen befassen sich mit:

1. Römer und Germanen am Limes (Altertum)

2. Petersberg (als Tagungsort der deutschen Regierung = Neuzeit)

3. Remagen (Brückenpfeiler 2. Welt-Krieg)

4. Linz (Glaskunst-Ausstellung)

1. Römer ung germanen am limes

Geschichte

  • 58 - 51 v. Chr. - Caesar
    Caesar erobert Gallien bis zum Rhein
    Rheinübergänge Caesars
    Gallien wird römische Provinz

  • 27 v. Chr. - 14 n. Chr. - Augustus
    Augustus Alleinherrscher über das römische Imperium

  • 17 v. Chr. - 17 n. Chr.
    Feldzüge jenseits des Rheins mit dem Ziel der Eroberung Germaniens bis zur Elbe

  • 9 n. Chr.
    Verheerende Niederlage der Römer gegen Germanen in der Varus-Schlacht (sogen. Schlacht im Teutoburger Wald)

  • 14 - 37 n. Chr. - Kaiser Tiberius
    Aufgabe der Eroberungspläne in Germanien
    Rückzug auf die Rheingrenze

  • 37 - 41 n. Chr. - Kaiser Caligula
    Feldzug gegen den Germanen-Stamm der Chatten (ca. heutiges Hessen)

  • 69 - 79 n. Chr. - Kaiser Vespasian
    Eroberung eines Gebietsstreifens rechts des Ober- und Mittelrheins

  • 81 -96 n. Chr. - Kaiser Domitian
    81 - 85 n. Chr. Kriege gegen die Chatten

  • um 85 n. Chr.
    Bildung der Provinzen Ober- und Nieder-Germanien
    Bau der ersten Grenzschneisen am obergermanischen Limes

  • 98 - 117 n. Chr. - Kaiser Trajan
    Systematischer Ausbau des Limes in Ober-Germanien und Raetien

  • 117 -138 n. Chr. - Kaiser Hadrian
    ab 120 n. Chr. Bau einer hölzernen Palisade am Limes
    Hadrianswall in Grossbritannien

  • 138 - 161 n. Chr. - Kaiser Antoninus Pius
    Ersatz der Holztürme am Limes durch Steintürme

  • 161 - 180 n. Chr. - Kaiser Marc Aurel
    Mehrere Einfälle der Chatten ins Rhein-Main-Gebiet

  • 166 - 180 n. Chr.
    Krieg gegen den Germanen-Stamm der Markomannen (Böhmen)  und seine Verbündeten

  • um 200 n. Chr.
    Ausbau des Limes mit Wall und Graben in Ober-Germanien
    Errichtung der rätischen Mauer

  • 233 n. Chr.
    Verheerender Vorstoss der Alamannen nach Ober-Germanien und Rätien

  • 235 - 284 n. Chr.
    Zeit der "Soldatenkaiser"
    Schwere innere Krise des römischen Reiches

  • 253 - 268 n. Chr. - Kaiser Gallienus
    Verheerende Einfälle der Franken und Alamannen in die Rheinzone und nach Gallien

  • um 260 n. Chr.
    Aufgabe des Limes und der rechtsrheinischen Gebiete
    Rückzug der Römer auf Rhein, Donau und Iller als "nasse Grenze"

  • um 275 n. Chr.
    Vernichtende Germanen-Einfälle in die rheinischen Provinzen und Gallien

  • 284 - 305 n. Chr. - Kaiser Diokletian
    Neuorganisation der Reichsverwaltung

  • 286 - 288 n. Chr.
    Erfolgreiche Feldzüge gegen Franken und Alamannen

  • 306 - 337 n. Chr. - Kaiser Konstantin I. (der Grosse)
    freie Religionsausübung für das Christentum

  • 379 - 395 n. Chr. - Kaiser Theodosius
    Das Christentum wird Staatsreligion

  • 395 n. Chr.
    Teilung des Imperiums in ein West- und ein Ostreich

  • 476 n. Chr.
    Ende des weströmischen Reiches

Römischer Herrschaftsanspruch und politische Praxis

Die Römer sahen sich vom Schicksal den den Göttern dazu ausersehen, zu herrschen, die politische Ordnung in der Welt zu gestalten und den Frieden zu sichern.

 

Dieses Selbstverständnis ihrer weltgeschichtlichen Aufgabe setzten sie mit aller Härte in politische Praxis um. Frieden war in diesem Sinne immer ein Frieden unter römischem Diktat. Das bedeutete für die Gegner im besseren Fall Unterwerfung und Tribut-Pflichtigkeit, im schlechteren Sklaverei oder Tod. Zu den Stärken Roms gehörte die Sicherung der eroberten Gebiete durch kluge Politik.

 

In Gallien und Germanien brachen die Römer nicht in friedliche Verhältnisse ein. Raubzüge und kriegerische Auseinandersetzungen mit Tötung oder Versklavung der Unterlegenen waren unter den Stämmen üblich.

 

Mit dem Bau des Limes grenzten die Römer ihren Herrschaftsbereich ab. Bis dorthin dehnten sie die unmittelbare Präsenz des Heeres und die Verwaltung aus. Die römischen Truppen kontrollierten vielfach aber auch das Vorfeld der Militärgrenze, und die politische Einflussnahme reichte durch vertragliche Abkommen weit in germanisches Gebiet hinein.

Die römer kommen zum rhein

Als Statthalter der gallischen Provinzen in Norditalien und Südfrankreich eroberte und unterwarf C. Julius Caesar von 58 bis 51 v. Chr. ganz Gallien bis zum Rhein. Zwei Vorstösse ins Gebiet jenseits des Rheins nutzte er als Demonstration der Stärke, auf Eroberungen verzichtete er dort.

 

In seinem Buch über den gallischen Krieg schreibt er stark vereinfachend: links des Rheins wohnen die Gallier, rechts des Rheins die Germanen. Doch eine so säuberliche Trennung gab es nicht.

Keltische und germanische Stämme, aber auch solche mit einer Mischbevölkerung, siedelten im rheinischen Raum beidseits des Flusses. Die römischen Herrscher nach Caesar beabsichtigten, die östlich des Rheins gelegenen Gebiete der Germanen zu erobern und die Reichsgrenze bis zur Elbe vorzuschieben. Nach einigen empfindlichen militärischen Rückschlägen - am bekanntesten ist die vernichtende Niederlage des Feldherrn Varus bei der sogenannten Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 n. Chr. - gaben sie diesen Plan auf und zogen sich auf die Flussgrenzen von Rhein und Donau zurück, die sie mit starker Militärpräsenz sicherten.

 

Aus der bescheidenen Keimzelle eines Stadtstaates schufen die Römer seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. ein Weltreich von ungeheurem Ausmass. Nach der Einigung ganz Italien unter ihrer Führung eroberten sie den Mittelmeerraum einschliesslich grosser Teile Nordafrikas und Asiens sowie Süd- und Mitteleuropa.

 

Eroberung und Sicherung des römischen Imperiums im Inneren wie an den langen Grenzen lagen in den Händen des Militärs.

 

Zur Verwaltung wurden die eroberten Gebiete in Provinzen eingeteilt. Diese brachte die erzwungene römische Herrschaft lange Zeiträume der pax Romana - eine friedliche Zeit wirtschaftlicher Blüte. In dieser Zeit prägte Rom das Leben in den Provinzen politisch, wirtschaftlich und kulturell - auch in unserem Raum.

 

Lange war Rom eine Republik gewesen. Mit Augustus (63 v. Chr. bis 14 n. Chr.) begann die Epoche der römischen Kaiser, die das Reich mit Unterstützung von Funktionsträgern aus dem Senatoren- und Ritterstand lenkten. Aus den Provinzen floss ungeheurer Reichtum nach Rom; sie waren die Haupteinnahmequelle des römischen Staates und des Kaisers.

römisches militär

Die Armee der Kaiserzeit (1.-4. Jh. n. Chr.) war ein Berufsheer. Es war ausgezeichnet organisiert und bewaffnet, gut trainiert und diszipliniert. Es bestand aus Legionen und Auxiliar-Truppen.

 

DIE LEGIONEN

In einer Legion (Sollstärke ca. 6'000 Mann) dienten Freiwillige die das römische Bürgerrecht besassen und nach 20 Jahren Dienstzeit bei gutem Sold ein Handwerk sowie Lesen und Schreiben erlernt hatten. Nach ihrem Ausscheiden konnten sie sich als Veteranen auf Landgütern ansiedeln. Sie wurden zu einem wichtigen Faktor der Romanisierung.

 

  • Ein vom Kaiser berufener Legat aus dem Senatorenstand (legatus legionis) führte die Legion. Im Stab dienten 6 Militärtribunen (tribuni militum) aus senatorischem und ritterlichem Adel.

  • Die Legion bestand aus 10 Kohorten (je 500 Mann, erste Kohorte 1'000 Mann) geführt von einem Präfekten.  1 Kohorte bestand aus 6 Centurien zu 80 Mann, geführt von einem Centurio.

  • Zu jeder Legion gehörten 120 Reiter (equites legionis), die vorwiegend für Melde-, Aufklärungs- und Sicherungsdienste eingesetzt wurden.

Die Legionen waren in festen Standlagern (castra) stationiert (z.Bsp. Xanten, Bonn, Mainz, Strassburg, Regensburg)

 

Die Legionäre Roms brachten in die keltischen und germanischen Siedlungsgebiete an Rhein und Donau die hochentwickelte Kultur des Mittelmeerraums mit.

 

DIE AUXILIAR-TRUPPEN (HILFSTRUPPEN, AUXILIA)

In den Auxiliar-Einheiten dienten Nichtrömer, die im ganzen Reich aus befreundeten oder unterworfenen Völkern angeworben oder dienstverpflichtet wurden. Sie versahen den Dienst an den Reichsgrenzen und entlasteten die Legionen.

 

Die Auxiliar-Truppen umfassten Verbände von 500 und später auch 1'000 Mann unter dem Befehl eines römischen Präfekten (praefecuts alae bzw. cohortis).

 

Da gabe es

  • Reitereinheiten (alae) und
  • Infanterie-Einheiten (cohortes peditatae) 

Eine Besonderheit waren gemischte Verbände aus Fusstruppen und Reiterei (cohortes equitatae). Die sogenannten Numeri wurden im Laufe des 1. Jh. n. Chr. zur Entlastung der Kohorten im Grenzdienst als kleinere Einheiten von 100-200 Mann aufgestellt (z.Bsp. numerus Brittonum in Niederbieber).

 

Die Soldaten der Hilfstruppen dienten 25 Jahre bei deutlich geringerem Sold als die Legionäre. Ihre Standorte waren die Auxiliar-Kastelle (z.Bsp. Niederbiber und Saalburg). Bei ehrenvoller Entlassung erhielten sie für sich und ihre Nachkommen das römische Bürgerrecht.

Wohnverhältnisse

Die Soldaten am Limes lebten in Kastellen, die in der Regel von Steinmauern umschlossen waren. Das waren keine Festungen, sondern befestigte Kasernen.

 

Einen erheblichen Teil der Militärlager nahmen die Soldatenunterkünfte ein: flache barackenförmige Gebäude, die ca. 80 Soldaten aufnehmen konnten. Sie waren unterteilt in zehn Mannschaftsstuben (contubernia) für je acht Soldaten. Es handelte sich dabei um eine sehr einfache Unterbringung.

 

Jede Mannschaftsstube hatte einen Vorraum, in dem die Waffen, andere Ausrüstungsgegenstände und die persönliche Habe der Soldaten untergebracht waren. Dahinter lag der Schlafraum mit Etagen-Betten, der zugleich Wohnraum war. Hier konnten die Soldaten alle für ihr tägliches Leben notwendigen Dinge erledigen. Er war mit einer Kochstelle für die

Zubereitung der Mahlzeiten ausgestattet.

 

Am Ende einer Mannschaftsbaracke befanden sich die Wohnräume des Centurio (Hauptmann), die wesentlich geräumiger waren als jene der Soldaten. Der Centurio bewohnte sie zusammen mit seinem Stellvertreter (optio), dem Feldzeichen-Träger (signifer) und einem Unteroffizier (tesserarius).

ein tag im kastell

Bei Sonnenaufgang weckte in den Lagern ein Hornsignal die Soldaten und die Nachtwachen wurden abgelöst. Kurz danach mussten sich die Mannschaften zum Morgenappell versammeln. Ein grosser Teil der Männer wurde zum Wachtdienst an den Limes-Türmen abkommandiert. Auf die übrigen Soldaten warteten verschiedene Aufgaben.

 

Einige wurden auf Patrouille geschickt, andere beschafften Nahrung für Menschen und Pferde oder sonstigen Nachschub. Es musste Holz gefällt werden für Baumassnahmen innerhalb und ausserhalb des Lagers und es waren unterschiedliche handwerkliche Aufgaben in den verschiedenen Werkstätten des Lagers zu verrichten. Ausserdem arbeiteten einige Soldaten in den Schreibstuben, als Melder oder Begleitpersonal.

 

Nach sechs Stunden war Ablösung beim Wachdienst der Lager, der im Schichtbetrieb arbeitete, und Mittagspause. Danach endete der Dienst.

 

In der dienstfreien Zeit bereiteten die Soldaten ihr Essen zu, pflegten ihre Ausrüstung und Kleidung und reinigten ihre Unterkünfte. Danach konnten sie ihre Familienangehörigen im Lagerdorf aufsuchen und Freizeitbeschäftigungen nachgehen, wozu vor allem der Besuch des Kastell-Bades gehörte.

 

Am Ende der zwölften Tagesstunde beendete der Zapfenstreich den Tag. Dann mussten die Soldaten wieder im Lager sein.

Verwaltung im kastell

In einem Kastell am Limes fielen zahlreiche Verwaltungsaufgaben an. Ausser für den militärischen Bereich fungierte das Kastell auch als Verwaltungszentrum für das Kastell-Dorf und das Umland. Minutiös wurden alle Vorgänge schriftlich festgehalten, was zu umfangreichem Schriftverkehr führte. Büroleiter war der ranghöchste Unteroffizier (cornicularius). Er stand sowohl der Schreibstube als auch dem Archiv vor. Ihn unterstützten Sekretäre mit speziellen Zuständigkeiten.

 

Amts- und Schriftsprache war Latein und in den Ostprovinzen auch Griechisch. Alle Soldaten, die aus den römischen Provinzen stammten, lernten in ihrer Dienstzeit ausser einem Handwerk auch Lesen und Schreiben. Die Beherrschung der lateinischen Sprache und Schrift war Grundvoraussetzung für Aufstiegsmöglichkeiten.

 

An einigen Orten sind Schriftzeugnisse aus den Schreibstuben des Militärs (Holz-Täfelchen in Nordengland, Papyrus in Ägypten und Syrien) aufgefunden worden. Das sind Glücksfälle für die Wissenschaft:

sie bereichern ganz wesentlich unsere Kenntnisse über das Alltagsleben der antiken Welt.

Spiel und bad

Nach gängiger Regel hatten die Soldaten im römischen Heer am Nachmittag dienstfrei. Davon ausgenommen waren diejenigen, die zum Wachdienst eingesetzt oder zu besonderen Diensten ausserhalb des Lagers eingeteilt waren.

 

Bestandteil der freien Zeit waren Essenzubereitung, Pflege der Ausrüstung und Kleidung sowie Reinigung der Unterkünfte. Wer eine Lebensgefährtin oder Familie im Kastell-Dorf hatte, konnte diese aufsuchen. Zu den beliebtesten Freizeitvergnügen gehörten der Besuch des Kastell-Bades oder einer Kneipe. Hoch im Kurs standen Sport und Spiel: Würfel-, Brett- und Ballspiele, Ring- und Faustkampf: die Palette der Freizeitnutzung war gross. Selbst Gladiatorenkämpfe sind am Limes nachgewiesen und in grösseren Siedlungen gab es auch die Gelegenheit zum Besuch eines Theaters.

 

Hygienen-Vorsorge für Soldaten wie Zivilisten lag im Interesse des römischen Staates. Bei jeder Garnison gab es deshalb eine Thermen-Anlage, meistens ausserhalb der Kastelle, für jedermann zugänglich. Anders als heute lagen dem damaligen Badewesen - Inbegriff römischer Lebensart und Kultur - neben den hygienischen auch medizinische Aspekte zugrunde. Der gesundheitsfördernde Wert lag darin, dass der Körper abwechselnd erwärmt, erhitzt und abgekühlt wurde.

Die Badeanlagen bestanden aus einigen miteinander verbundenen Räumen mit grösseren Wannen und einem ausgeklügelten Heizsystem. Die Räume wie auch das Wasser waren unterschiedlich temperiert. Die Wannen boten mehreren Personen Platz, waren jedoch zum Schwimmen nicht geeignet. Die Besucher badeten nackt, trugen aber Holzsandalen wegen des heissen Fussbodens. Vor einem Badedurchgang erfolgte eine gründliche Reinigung des Körpers mit einem Schaber (strigilis) und Öl.

 

Über ihre hygienische und gesundheitliche Funktion hinaus waren die Thermen das Zentrum der Soldaten für die Freizeitgestaltung, ein Treffpunkt für Kontakte und Geselligkeit.

götter, genius, kaiserkult

Religion war ein wichtiger Faktor in der römischen Gesellschaft. Nach Vorstellung der Römer existierte eine Vielzahl von Göttinnen und Göttern. Das Verhältnis zu ihnen betrachteten sie wie eine Art Geschäftsbeziehung mit gegenseitigen Verpflichtungen: der Mensch "erkaufte" sich das Wohlbefinden und den Schutz der Götter durch Opfergaben.

 

In den eroberten Gebieten mit den zahlreichen verschiedenen Bevölkerungsgruppen zeigten sich die Römer in Glaubensfragen tolerant. Einheimische Gottheiten verbanden sie problemlos mit ihrer Götterwelt. Viele fremde Gottheiten - v.a. aus dem Orient - fanden im römischen Reich weite Verbreitung.

 

Bei aller Toleranz mussten aber die Soldaten im römischen Heer den Staatsgöttern Jupiter, Juno, Minerva und den Kaisern im Kult Verehrung erweisen: das stärkte Gemeinsinn und Zusammenhalt und brachte Loyalität zum Kaiser zum Ausdruck.

 

Gegenstand der Verehrung war auch der Genius der jeweiligen Militäreinheit, für den es in jedem Kastell ein Heiligtum gab. Man verstand darunter einen Schutzgeist, der für die Truppe in besonderer Weise zuständig war und ihre hervorstechenden Eigenschaften wie z.Bsp. Kraft und Mut verkörperte.

strassen

Die Römer bauten eroberte Gebiete planmässig mit einem dichten Strassennetz aus. Dies ermöglichte rasche Bewegungen der Truppen und schnelle Nachrichtenübermittlung. Die wirtschaftliche Erschliessung und der Handel wurden dadurch gefördert.

 

Fernstrassen verbanden die Legions-Standorte am Rhein mit Italien, Gallien und dem Donauraum. Regionalstrassen verdichteten das Fernstrassennetz und führten zu den wichtigen Rhein- und Moselhäfen. Die Kastelle am Limes wurden angebunden. Eine Reihe von Nebenstrassen und Abzweigungen führten zu Gutshöfen, Weilern und Siedlungen.

 

Der Ausbau erfolgte möglichst gradlinig, was noch am heutigen Strassennetz erkennbar ist. Die Strassenbreite betrug 20 römische Fuss (ca. 6m). Dichte Packlagen von Steinen, Mörtel und Kies sorgten für Haltbarkeit über Jahrhunderte. Eine leichte Wölbung und Strassengräben sicherten die Entwässerung.

 

Übernachtungen-Stationen im Abstand von etwa 25 Meilen (37 km) nahmen die Reisenden auf. Für die Planung von Märschen und Reisen gab es Strassenkarten.

Ausschnitt aus der sogenannten Tabula Peutingeriana/Peutinger-Karte, der mittelalterlichen Kopie einer Strassenkarte aus dem 4. Jh. n. Chr. Es handelt sich um eine kostbare Handschrift, die ihren Namen von dem Augsburger Humanisten Konrad Peutinger hat, in dessen Besitz sie sich einmal befand. Sie stellt die Städte und Raststationen des ganzen römischen Reichs auf einer Pergamentrolle von 34 cm Breite und 6,70 m Länge dar.

 

Es handelt sich um eine stark schematisierte, völlig unmass-stäbliche Karte mit Wiedergabe der Hauptverkehrswege und  der Kreuzungspunkte von wichtigen Strassen und der Entfernungen. Als Strassenkarte für Reisende erfüllte sie durchaus ihren Zweck. Der Ausschnitt zeigt Südwestdeutschland.

Die Limesgrenze als kontaktzone

Die längste Zeit herrschte Frieden am Limes, wirkliche Bedrohungen waren selten. Die Grenzanlage riegelte das Imperium nicht hermetisch ab. Für die Handelswege zwischen den römischen Provinzen und der "Germania Magna" jenseits des Limes gas es zahlreiche Durchgänge an der befestigten Grenze. An diesen überwachte die Sondereinheit der Benefiziarier den grenzüberschreitenden Personen- und Warenverkehr und erhob Zölle. Rings um die Durchgänge entfaltete sich ein lebhafter Austausch von Gütern, Dienstleistungen, technischen und kulturellen Kenntnissen.

 

Als Handelswege waren einerseits die Flusstäler (Rhein und Nebenflüsse, Donau) von grosser Bedeutung, unabhängig davon, ob der Warentransport auf dem Wasser oder auf dem Land stattfand.

 

Andererseits griff das gut ausgebaute Strassen- und Wegnetz der Römer weit über den Limes nach Osten aus, um auch im freien Germanien Kontrolle und Einfluss ausüben zu können.

Die Limes als konfliktzone

In der Mitte des 1. Jahrhundert v. Chr. wurden Römer und Germanen Nachbarn am Rhein. Damit begann eine vielschichtige Beziehung von mehr als 500 Jahren. Sie wurde ebenso geprägt von feindlichen Auseinandersetzungen wie von Phsen friedlichen Zusammenlebens, Kontakten, Bündnissen, Kollaboration und Integration.

 

Bei den Germanen-Stämmen im Limes-Vorland entfalteten die Römer häufig diplomatische Aktivitäten zur Vorfeldsicherung. Sie schlossen Bündnisse, nahmen vielfältige Einflüsse und warben germanische Hilfstruppen an.

 

Der Wohlstand im römischen Gebiet verlockte Germanen-Stämme immer wieder zu Raubzügen.

 

Aber es gab auch Gefahren von bedeutenderem Ausmass:

  • In Ober-Germanien kam es mehrfach zu schweren Bedrohungen durch den Stamm der Chatten (so 162 und v.a. um 170 n. Chr.) mit erheblichen Zerstörungen im Grenzbereich.
  • Im Donauraum waren die Römer unter Kaiser Marc Aurel im Zeitraum von 166 bis 180 n. Chr. mit den germanischen Markomannen in heftige kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt, die Raetien in Mitleidenschaft zogen.

Im Verlauf des 3. Jahrhunderts n. Chr.  wurde der Druck auf die Grenze durch den Stammes-Verband der Alamannen so stark, dass die Römer den Limes aufgeben mussten.

Obergermanisch-rätischer limes

Der obergermanisch-rätische Limes war etwa von 100 bis 260 n. Chr. die Land-Grenze des römischen Reiches gegenüber den germanischen Stammesgebieten.

 

Er begann in Rheinbrohl am Rhein, verlief durch die heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern und endete an der Donau bei Hienheim, westlich von Regensburg. 383 km gehörten zur Provinz Ober-Germanien, 167 km zur Provinz Rätien.

 

In seinem Endausbau wurde er von mehr als 30'000 Soldaten bewacht, die in 70 Kastellen stationiert waren, und auf rund 900 Wachttürmen Dienst taten.

 

75 km der Grenzlinie verliefen im heutigen Rheinland-Pfalz. Dieser Grenzabschnitt wurde von 131 Wachttürmen aus überwacht. Ihre Besatzungen waren in neun Klein- und neun Auxiliar-Kastellen untergebracht. Mehr als ein Viertel des einstigen Limes in Rheinland-Pfalz kann man noch heute in Form von Graben- und Wallformationen, Fundament-Resten und Schutthügeln besichtigen. In den Waldgebieten von Westerwald und Taunus befinden sich die besterhaltenen Überreste der gesamten Grenzanlage.

Ausbau des limes

Seit seinen Anfängen erfuhr der Limes an verschiedenen Stellen Korrekturen des Verlaufs und insgesamt eine zunehmend stärkere Sicherung. Vier Ausbauphasen lassen sich unterscheiden.

 

Ende des 1. Jh. n. Chr. wurde die Grenze durch einen Patrouillenweg in Waldschneisen markiert, der von Holztürmen aus überwacht wurde. Diese standen in Sichtverbindung zueinander, so dass von Turm zu Turm Verständigung möglich war. Diese offene Grenze bedeutete kein nennenswertes Hindernis für räuberische Überfälle auf römisches Gebiet sowie unkontrollierten Warenverkehr.

Römische Gutshöfe

Es war eine gewaltige Aufgabe, die Truppe am Limes mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

 

Das eroberte Land gehörte dem Kaiser. Das Grenzgebiet blieb Territorium des Militärs und diente dem Nahrungsmittelbedarf der Truppen. Im Laufe der Zeit entstanden im Limes-Hinterland landwirtschaftliche Betriebe nach italienischem Vorbild (villae rusticael), die eine stantortnahe Versorgung des Militärs gewährleisteten. Solche Gutshöfe waren unterschiedlich gross: die Spannbreite reicht von kleinen Bauernhöfen bis zu ausgedehnten Landgütern.

 

Je nach den Voraussetzungen betrieben sie Ackerbau oder Viehwirtschaft, auch Mischwirtschaft ist nachgewiesen und Sonderkulturen wie Weinbau.

 

Meistens wurden die villae rusticae an leicht hängigem Gelände an Bächen oder in der Nähe von Quellen angelegt. Im Innenbereich des umfriedeten Hofareals befand sich als dominierendes Gebäude ein "Herrenhaus". Hinzu kamen Wirtschaftsbauten wie Scheunen, Ställe, Werkstätten, Geräteschuppen. In allen Regel waren eine Badeanlage und eine kultische Stätte vorhanden.

 

Die Freiflächen des Hofareals wurden für Gartenbau und Obstanbau genutzt. So konnten sich die Hofbewohner weitgehend selbst versorgen. Mit dem Überschuss an Produktion belieferten sie das Militär und die Bevölkerung in den (Kastell-)Dörfern.

Ziviles Leben

Der überwiegend spärlich besiedelte Raum zwischen Rhein, Donau und Limes zog nach der militärischen Sicherung durch die Römer zahlreiche Menschen an. Nach un nach entstand eine römisch-keltisch-germanische Mischbevölkerung und ziviles Leben entfaltete sich.

 

Die Leitung der kaiserlichen Provinz Ober-Germanien mit dem Hauptort Mogontiacum/Mainz oblag einem Statthalter. Er vereinigte in seiner Hand die militärische Führung der Provinztruppen, die zivile Verwaltung und die oberste richterliche Gewalt.

 

In den ehemals keltischen oder germanischen Stammesgebieten wurden seit Trajan (98-117 n. Chr.) grossräumige Verwaltungsbezirke (civitates) eingerichtet. Diese erhielten ebenso wie die Städte eine Selbstverwaltung nach italisch-römischem Vorbild.

 

Neben den "civitates" gab es in der Provinz grosse kaiserliche Domänen und in den Grenzregionen Nutzland zur Eigenversorgung des Militärs. Der grösste Teil der Bevölkerung des Limes-Hinterlandes lebte in Kastell-Dörfern. In römischer Zeit entstanden viele Gutshöfe (villae rusticae) sowie Zivilsiedlungen an Strassen-Stationen und im Umfeld von Handwerksbetrieben. Bauerndörfer wie in Mittalalter und Neuzeit gab es nicht.

Leben im Germanen-Dorf

"Germanen" - das ist ein Sammelbegriff für zahlreiche verschiedene Stämme mit ähnlichen Merkmalen. Ein einheitliches Volk der Germanen hat es nie gegeben. Diejenigen, die in den Grenzen des Imperiums lebten, wurden innerhalb weniger Jahrzehnte romanisiert, die ausserhalb lebenden hielten an ihren traditionellen Lebensformen fest. Steinbauweise, Strassen, Aquädukte für Wasserleitungen, Geldwirtschaft und Schrift wie bei den Römern waren ihnen fremd.

 

Die Masse der Bevölkerung lebte in kleinen Dörfern oder auf Einzelhöfen, die häufig von einem Zaun umgeben waren. Sie bewirtschafteten als freie Bauer ihre Höfe mit ihren Familien, Knechten und Sklaven als Selbstversorger. Ackerbau und Viehzucht waren üblich. Die Frauen waren für die mühsame Nahrungszubereitung zuständig und beherrschten hervorragend alle Textiltechniken.

 

Das typische Bauernhaus war ein langes rechteckiges Hallenhaus, in dem Menschen und Tiere - voneinander getrennt - unter einem Dach lebten. Die Hauswände waren aus Flechtwerk, mit Lehm verschmiert. Grosse Pfosten trugen das Gerüst des Daches, das mit Stroh und Schilf gedeckt war. Zentrale Stelle im Haus war eine offene Feuerstätte zum Kochen und als Wärmespender.

 

Zu den Gehöften gehörten Nebengebäude. Ein Meter tief in die Erde eingegrabene Grubenhäuser dienten der Vorratshaltung. Speicher auf hohen Pfählen schützten die Ernte vor tierischen Räubern.

 

Aufgrund der notwendigen Nähe zu Wasserläufen bzw. der Brandgefahr lagen meist die Mühlen und Schmieden etwas abseits der Höfe. Schmiede gehörten zu den bedeutendsten Handwerkern. Sie stellten Werkzeuge und Waffen her.

Romanisierung

Sehr rasch entwickelte sich hinter der sicheren Grenze eine Bevölkerung, die in Städten und Siedlungen römische Kultur und Lebensweise pflegte. Träger dieser Romanisierung war in erster Linie das Militär.

 

Von fundamentaler Bedeutung war dabei die Verbreitung der lateinischen Sprache und Schrift. Latein wurde Amtssprache und Verständigungsmittel des Bevölkerungsgemischs aus Römern, Galliern und Germanen im Limes-Hinterland. Mit der Eingliederung ins Imperium wurden dort Währung, Rechtsprechung und Verwaltungsstrukturen römisch.

 

Zahlreiche städtische Siedlungen entstanden, römische Bauformen und -materialien wurden üblich. Landgüter nach italischem Vorbild (villae rusticae) lösten ältere bäuerliche Siedlungsformen ab, die Landwirtschaft stelle sich von Selbstversorgung auf Überschussproduktion um. Vermarktung von Wirtschaftsgütern trat an die Stelle von Tauschwirtschaft. Neue Wirtschaftszweige entstanden im Handwerk und durch die Erschliessung von Bodenschätzen.

 

Im Alltagsleben wirkten Körperpflege und Freizeitgestaltung (Bäder), Kleidung, Schmuck, Wohn- und Esskultur und selbst die Bestattungssitten der Römer stilbildend.

 

Aber es gab auch durchaus Übernahmen von germanischen und keltischen Traditionen.

"-Das militärwesen also besteht ... aus waffen und Männern." (Vegetius)

Waffen und Ausrüstung gehörten den römischen Soldaten persönlich. Zum Erwerb zahlte der Staat bei Dienstantritt ein Handgeld.

 

Zu den Schutzwaffen gehörten

  • ein Ketten- oder Gliederpanzer für den Körper (darunter trug man einen leichten Lederschutz oder eine Tunika).
  • ein Metallhelm für den Kopf
  • ein fast mannshoher Schild (scutum) mit einem Schildbuckel zum Stossen und Drücken im Gefecht. In rechteckiger Form und gewölbt ist er das Erkennungszeichen für einen Legionär. Der Auxiliar-Soldat trug einen ovalen Schild. Kleidung und Ausrüstung waren ansonsten mit der des Legionärs nahezu identisch.

Angriffswaffen waren

  • das klassische Kurzschwert (gladius) als Hieb- und Stichwaffe. Es wird in der Mitte des 2. Jh. n. Chr. vom Langschwert (spatha) abgelöst.
  • der Dolch (pugio)
  • als wichtigste Fernwaffe die Wurflanze (pilum), eine Waffe mit hoher Durchschlagskraft. Der aus Weicheisen geschimiedete Teil unterhalb der Spitze bog sich im gegnerischen Schild krumm und konnte nicht mehr herausgezogen oder gar zurückgeworfen werden. Die Auxiliar-Soldaten waren mit einer Wurf- oder Stosslanze (hasta) mit einer blattförmigen Spitze ausgerüstet.

Reiter mussten beweglich sein und trugen Kettenhemd, Helm, Oval- oder Sechseckschild, Wurfspeer und Langschwert.

 

Als Schwere Waffen verwendeten die Römer Katapulte und Rammböcke, vorwiegend zur Belagerung.

 

Die Kleidung war einheitlich und richtete sich nach dem Einsatzort der Soldaten. So trugen sie im kalten Gallien und Germanien einen Soldatenmantel, ein kurzärmeliges Hemd, ein Halstuch, welche ein Scheuern des Lederschutzes verhinderte, und im Winter Kniehose oder Langhose, Sandalen oder Stiefel.

"Das ganze heer konnte sich mittels einer Zeichensprache Erkennen und danach richten" (Vegetius)

Signalsysteme

Der Limes stellte kein unüberwindbares militärisches Bollwerk dar. Er entfaltete Wirksamkeit als Annäherungshindernis und Signalsystem. Die Turmbesatzungen konnten ihren Grenzabschnitt nur überwachen, nicht aber verteidigen. Sie meldeten herannahende Gefahr rasch durch Feuer-, Rauch-, Flaggen- oder Hornsignale (bei Ausgrabungen hat man an Limes-Türmen Mundstücke von Signalinstrumenten entdeckt!) von Turm zu Turm und bis zu den nächsten Kastellen weiter. Von dort rückten Truppen aus, um Eindringlinge abzuwehren und mit Strafaktionen zu verfolgen.

 

Es gelang nicht immer, Übertritte zu verhindern. Aber auch, wenn Horden beutebeladen auf dem Rückzug waren, stellte der Limes in seinem späteren Ausbauzustand ein wirkungsvolles Hindernis dar.

Römisches Warnsignalsystem
Römisches Warnsignalsystem

Feldzeichen und signalinstrumente

Feldzeichen (signa) waren die Kennzeichen  römischer Truppenverbände, so z.Bsp. für eine Legion ein Adler aus Gold auf einer Lanze (aquila). Andere Truppeneinheiten und kleinere Einheiten  hatten als signa eine geschmückte Lanze mit Scheiben aus Silberblech, die als Auszeichnungen verliehen wurden. Hilfstruppen und die Abteilungen der Reiterei führten eine Standarte (vexillum).

 

Getragen wurden die Feldzeichen von Soldaten im Offiziers- bzw. Unteroffiziersrang. In Ausbildung und Gefecht waren sie zusammen mit den Signalinstrumenten (Horn, Trompete) Führungsinstrumente. Sie übermittelten Befehle der Truppenführer.

 

Feldzeichen waren Symbole für die stattlich-religiöse Bindung, die Tradition, die militärischen Tugenden und das Kriegsglück einer Einheit und genossen kultische Verehrung. In den Lagern wurden sie im Fahnenheiligtum aufbewahrt, dem ideell-religiösen Mittelpunkt. Die Soldaten wurden auf die Feldzeichen vereidigt: ihr Verlust gals als ungeheure Schande für die Einheit.

 

Fast ausschliesslich aus schriftlichen Quellen sind uns Feldzeichen bekannt. Die im Kastell Niederbiber gefundene Drachenstandarte (vexillum) ist eine ungewöhnliche Rarität.

"Prunk mit waffenschmuck ist den germanen fremd ...   nur die schilde bemalen sie mit auffallenden farben" (Tacitus)

KAMPFTECHNIK DER RÖMER

 

Die Stärke der römischen Armee beruhte neben der vorzüglichen Bewaffnung vor allem auf Moral, Disziplin und Ausbildung der Einheiten.

 

Vor dem Sturm auf den Gegner waren die römischen Soldaten in geschlossener Formation schachbrettartig aufgestellt. Nachdem sie in Reichweite des Gegners vorgerückt waren, warfen die Legionäre in einer Salve aus ca. 25 m Entfernung die Wurflanze (pilum) und stürzten sich dann in schnellem Vorstoss mit gezücktem Schwert auf den Feind.

 

Die Hilfstruppen kämpften in gleicher Weise. Statt des Pilum warfen sie die Hasta, eine Stosslanze.

 

 

KAMPFTECHNIK DER KELTEN UNG GERMANEN

 

Die Kelten und Germanen kämpften mit ähnlichen Waffen (Schwert, Schild, Speer), jedoch in anderer Formation und ohne Rüstungen oder Helme.

 

Ihr Aufmarsch gliederte sich nach Stammeskontingenten, geführt von ihrem ranghöchsten Krieger. Innerhalb des Stammes gruppierten sie sich in Einheiten, die nach Clans getrennt waren.

 

Sie stürmten mit grosser Wucht und ohrenbetäubendem Geschrei und Lärm. In der "Raserei der Schlacht" ging jegliche Formation verloren und das Gefecht löste sich in einzelne Nahkämpfe auf.

 

Die Chance, Beute zu machen, trug ebenfalls zum Zerfall der Schlachtordnung bei.

2. Petersberg (Tagungsort  = Neuzeit)

Königswinter: Die Stadt liegt zu Füssen des Siebengebirges mi dem PETERSBERG, der als Standort des Bundesgästehauses vielfach Stätte von Konferenzen mit nationaler und internationaler Ausstrahlung wurde.
Details hierzu finden sich in Wikipedia unter folgenden Links:

Königswinter

Peterberg

3. Remagen (Brücke 2. Welt-Krieg)

Die Ludendorff-Brücke, als sogenannte Brücke von Remagen bekannt, war eine Eisenbahnbrücke über den Rhein zwischen Remagen und Erpel. Sie wurde im Ersten Weltkrieg aus militärischen Gründen errichtet und nach General Erich Ludendorff benannt. In der Schlussphase des Zweiten Weltkrieges stellte sie den ersten alliierten Übergang über den Rhein dar. Am 17. März 1945 stürzte sie ein. Besondere Bekanntheit erlangte sie durch den amerikanischen Kriegsfilm Die Brücke von Remagen 1969.

 

Absoluter lesenswerten Artikel findet sich in Wikipedia unter:

Ludendorff-Brücke

4. Linz (Glaskunstausstellung)

Auf der Fahrt wollten wir uns auch noch in Linz umsehen.

Nach dem Kaffeehalt wurde es allerdings nichts daraus, entdeckten wir doch in der Burg Linz eine Afiche mit dem Titel: "Römische Glashütte" - Das Glasmachen wie in der Antike.

 

Klar war, dass wir uns dies nicht entgehen lassen wollten, zumal es nahtlos in unsere heutige 1. Besichtigung passte.

Und richtig, wir wurden nicht enttäuscht. In der Galerie gab es zusätzlich viele tolle Gegenstände zu bewundern.

Siehe hierzu ebenfalls unsere Fotos Sondereditionen - 2016.

Den Tag liessen wir auf einer Dachterrasse bei einem guten Essen ausklingen und erfreuten uns ab einem Roller-Club der aus GB auf dem Weg den Rhein hoch - ebenfalls einen Stop in Rüdesheim einlegten.

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