· 

Ride 32 - Jakobsweg - Singen (D) > Oberhofen (CH)

Jakobsweg 2015, vor Brünigpass mit Blick auf den Lungerer-See
Jakobsweg 2015, vor Brünigpass mit Blick auf den Lungerer-See

Distanz: 251 km

Strecke
neu > Singen > Heimishofen > Eschenz > Herdern > Frauenfeld > Münchwilen > wie geplant > Fischingen > Au > Gfell > Steg > Hurden > Einsiedeln > Gersau > Beckenried > Stans > Flüeli-Ranft > Sachseln > Giswil > Lungern > Brünig > Brienz > Interlaken > Unterseen > Oberhofen

Wetter:
Schwül heiss aber bereits mit Wolken. Am Abend (nach unserer Ankunft) ein Gewitter mit sehr starken Niederschlägen

Bericht:
Durch die Tatsache, dass Christian mit dem Wirt gesprochen hatte, konnten wir bereits (wie die Deutschen zu sagen pflegen: viertel acht) oder wie für uns verständlicher 07:15 (viertel nach sieben) das Frühstück einnehmen.

Klar viel es uns schwer, uns von Eligia & Peter zu verabschieden und zu wissen, dass auch sie gerne bei dieser Tour mitgemacht hätten. Aber pünktlich um 08:30 röhrten die Motoren und auf ging es - auch wenn ich nicht genau wusste wohin - weil mein Garmin zu diesem Zeitpunkt keine Daten lieferte. Wohl hatte ich eine Ahnung in welche Richtung es sein sollte - aber eben ich kam mir wie ein Blinder vor - weil ich die Gegend bis dahin nicht kannte. So fragte ich Christian ob er nicht (mit den gleichen Daten auf seinem GPS) die Führung bis zum Kaffeehalt in Fischingen übernehmen könnte, was er auch tat.
Auf diese Art und Weise gelangten wir nach Fischingen wo wir neben dem Kaffeehalt auch meinem GPS auf die Sprünge halfen (ab hier funktionierte es wieder normal). 

Bei Gfell hatten wir eine tolle, neue Strasse die sich freute, von uns befahren zu werden, aber oha bei Rietwis war der Traum vorbei und die Strasse wurde infolge einer Revision gesperrt, so dass wir über Sternberg > Junkern eine Schlaufe fahren mussten, um nach Baum zu gelangen. Eigentlich klappte die Fortsetzung gut aber auch kurz vor Rüti war die Strasse wiederum gesperrt und zwang uns über Dürnten zu fahren, was eigentlich auch nicht vorgesehen war.
Nachdem wir den Seedamm bei Rapperswil überquert hatten, gelangten wir über eine Anhöhe bei Etzel zu einem weiteren See - den Sihl-See, bevor wir in Einsiedeln eintrafen.
Markus führte die Gruppe mit einer Kurzvisite ins Kloster während ich bei einem grossen Glas Eistee infolge der Hitze (37 ℃) zu den Motorräder schaute.
Das Mittagessen gestaltete sich kurz und bündig und wir waren zeitlich gut daran, so dass wir keine Angst haben mussten, die Schiffs-Fähre in Gersau zu erreichen, auch wenn wir zuerst über den Sattel, mit Blick auf die weiteren Seen - Aegeri-See und Lauerzer-See, an die Gestaden des Vierwaldstätter-Sees bei Brunnen fahren mussten.

Die Überfahrt zeigte uns auf lockere Art, wie man sein Moped auch noch bewegen kann, ohne dabei müde zu werden 😜.
Nach einem Foto-Shooting beim Winkelried-Denkmal in Stans führte uns der Weg am Alpnachersee vorbei nach Flüeli-Ranft wo wir eine Ehrenschlaufe um das Geburtshaus des Heiligen Niklaus von der Flüh hinlegten, um anschliessend über Sachsen zu einem neuen See - Sarner-See - und in Kaiserstuhl den Lungern-See, auf den Brünig zu gelangen.

Es war noch nicht fertig mit den Seen! Am Brienzer-See machten wir den wohlverdienten Kaffeehalt (die Eiskaffees sahen wirklich nicht nur gut aus, sie waren es auch), und am Thuner-See angelangt wussten wir, dass das Tagesziel bald erreicht sein sollte.
In Interlaken trennte sich Markus für diese Nacht von der Gruppe, da er selber am gegenüberliegenden Ufer in seinem Haus übernachtete.

Noch hielt uns die Hitze in Schacht und manche Schweissperle verliess unseren Körper, beim Schleppen unseres Gepäckes.

Das Stella di Lago erwies sich als Glückstreffer! Der Chef Toni, selber ein begeisterter “Harleyaner” schaute selber für eine sauber Unterbringung der Motorräder und wies uns unsere Zimmer zu. Noch liess nichts darauf schliessen, das dieser Entscheid goldrichtig war. 

Nach der Dusche stellten wir uns der Herausforderung Durst und Hunger. Wohlgelaunt hatten wir bis anhin doch einen tollen Tag erlebt.
Das Essen war ausgezeichnet und wir genossen das “SEIN”.
Wie wir so am Essen waren, wurde es immer dunkler und dunkler und die Blitze und Donner liessen nichts Gutes erahnen. Am gegenüber liegenden Ufer konnte man nichts mehr erkennen und männiglich fühlte sich an das Ufer eines Meeres versetzt - da der See eine Unendlichkeit vortäuschte.

Auf der einen Seite waren wir für die Luftreinigung durch den Regen sehr dankbar, aber auf der anderen Seite versprach uns der Wetterbericht keine so tolle Nachricht für den folgenden Tag. Wir werden sehen was Morgen auf uns wartet!

Beilage:
2015-08-08 Jakobsweg, Singen > Oberhofen (D-CH), Rundbrief No 02

Kommentar schreiben

Kommentare: 0